Drei Jahre, drei Sporttage und längst mehr als nur eine gute Idee: Zum dritten Mal in Folge verwandelten sich die Herderschule und ihr Außengelände in eine große Bewegungs-, Begegnungs- und Erlebnisfläche für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen E1 und Q1 (11 und 12). Und auch das Wetter spielte in diesem Jahr perfekt mit: Bei besten Bedingungen konnte gemeinsam getanzt, gespielt, ausprobiert, gekämpft und natürlich jede Menge gelacht werden.
Der Startschuss fiel – wie es sich für einen echten Sporttag gehört – nicht im Sitzen, sondern in Bewegung. Musik, Rhythmus und gemeinsame Moves brachten Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte gleichermaßen auf „Betriebstemperatur“. Schnell war die morgendliche Müdigkeit vergessen und die passende Energie für einen ereignisreichen Tag geweckt.
Danach hieß es: Gemeinsam geht mehr! Im Kooperationsparcours warteten in diesem Jahr neben bekannten Herausforderungen auch neue Varianten auf die Klassen und Tutorengruppen. Geschicklichkeit allein reichte dabei nicht aus. Gefragt waren Kommunikation, Vertrauen, Kreativität und vor allem echtes Teamwork. Denn manche Aufgabe lässt sich eben nur lösen, wenn alle an einem Strang ziehen – oder zumindest gemeinsam in die richtige Richtung!
Anschließend wurde es sportlich, vielseitig und an der einen oder anderen Stelle durchaus ehrgeizig. Bei Fußball, Volleyball, Basketball, Tischtennis und Zweifelderball wurde um jeden Punkt gekämpft, angefeuert und mitgefiebert. Wer seine sportliche Herausforderung lieber am Brett suchte, konnte beim Schach beweisen, dass ein Sporttag nicht nur schnelle Beine, sondern manchmal auch einen besonders cleveren Kopf verlangt.
Doch der Sporttag hatte noch viel mehr zu bieten. Eine bunte Vielfalt an Workshops lud dazu ein, Bekanntes zu vertiefen und Neues auszuprobieren. Bei Line Dance, Dance Fit, Contemporary und Hip-Hop standen Rhythmusgefühl, Bewegung und jede Menge Spaß im Mittelpunkt. Bei der Selbstverteidigung, Tabata, Callisthenics und Pilates waren dagegen Aufmerksamkeit, Reaktionsfähigkeit und Körperkontrolle gefragt. Zusammen mit den weiteren Angeboten – Roundnet, Wikingerschach, Orientierungslauf, Ultimate Frisbee – entstand so ein Programm, bei dem ganz unterschiedliche Interessen, Stärken und Talente ihren Platz fanden.
Genau diese Mischung macht den Sporttag der Herderschule mittlerweile aus: Wettkampf und gemeinsames Erleben, Leistung und Ausprobieren, Bewegung und Begegnung. Nicht jede und jeder muss dieselbe Sportart mögen oder um den Sieg kämpfen – entscheidend ist, aktiv zu werden, Neues zu entdecken und gemeinsam einen besonderen Schultag zu erleben. Bei perfektem Wetter, guter Musik und vielen gut gelaunten Menschen fühlte sich Schule an diesem Tag ein kleines bisschen anders an als sonst.
Dass ein solches Ereignis gelingen kann, ist vor allem dem Einsatz vieler Menschen zu verdanken. Ein großes Dankeschön geht deshalb an die Sportfachschaft, alle engagierten Kolleginnen und Kollegen, die Helferinnen und Helfer aus der Schülerschaft, die Sport-Leistungskurse sowie alle weiteren Beteiligten, die geplant, vorbereitet, aufgebaut, begleitet und wieder abgebaut haben.
Nach drei Jahren kann man wohl endgültig sagen: Aus einer Idee ist eine Herderschultradition geworden.

Text: Julia Ball, Sabrina Berger, Carina Wagner und Benjamin Sperl
Fotos: Benjamin Sperl