Holocaustgedenktag 201330.01.2013
Die diesjährige Veranstaltung der Herderschule zum Holocaust-Gedenktag war in zweifacher Hinsicht eine Premiere. Erstmals seit 2000 war sie ein gemeinsames Projekt mit Partnern außerhalb der Schule, nämlich mit der Gesellschaft für christlich-jüdischen Zusammenarbeit und mit der vhs Kassel. Diese Kooperation hatte sich daraus ergeben , dass Stephan Schimmelpfennig und die Foto-AG der Herderschule die Fotos für das Heft zur Woche der Brüderlichkeit 2013 erstellt haben. Und erstmals seit 2000 fand die Veranstaltung außerhalb der Herderschule statt, nämlich im Saal des Hermann-Schafft-Hauses, den nicht nur die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 13 der Herderschule, sondern auch geladene Gäste aus Politik und Kultur sowie Bürgerinnen und Bürger, die aufgrund der Ankündigung in der HNA gekommen waren, bis auf den letzten Platz füllten.

Im Mittelpunkt stand der Vortrag von Dr. Gunnar Richter über Opfer und Täter des Holocaust in der Region Nordhessen. Dr. Richter machte deutlich, dass an der Spitze der Kasseler Gestapo nahezu durchweg junge Akademiker standen, meist Juristen und einige sogar mit Doktor-Titel. 

Frau Dr. Schulz-Jander und Thomas Ewald richteten Grußworte für die GCJZ und die vhs an das Publikum. Für die eindrucksvolle musikalische Umrahmung mit Stücken aus dem Musical Anatevka sorgte der Musik-Leistungskurs von Thomas Bürger. 

Vorbereitet war die Veranstaltung von einem 18 -köpfigen Team von Schülerinnen und Schülern, die sich zusammen mit drei Lehrern seit dem Oktober des vorigen Jahres rund zehnmal getroffen haben. Sie führten durch die Veranstaltung, stellten Fragen und bedienten die Saalmikrophone. Ihre souveräne Vorbereitung ist umso mehr hervorzuheben, als der eigentlich vorgesehene Redner, der Zeitzeuge Eugen Herman-Friede, kurz vor der Veranstaltung schwer erkrankte und das Team in nur zwei Wochen gemeinsam mit Dr. Gunnar Richter ein neues Konzept erarbeiten musste. Frau Dr. Schulz-Jander lobte das Engagement der Herderschülerinnen und –schüler mit Bezug auf das Motto der Woche der Brüderlichkeit 2013 „Der Zukunft ein Gedächtnis“: „Ihr seid dieses Gedächtnis!“
Das Moderatoren-Team der Schülerinnen und Schüler formulierte als Fazit der Veranstaltung die Erkenntnis „Bildung schützt nicht vor Brutalität“. Umso wichtiger sei es für sie als Abiturienten, sich ihrer moralischen Verpflichtung bewusst zu werden.

Im Vorbereitungsteam arbeiteten kontinuierlich mit: Feben A., Lukas B., Miro D., Anna F., Julia H., Marlit H.; Jannick H., Brendon J., Dominik J., Sawan K., Nina K., Robin K., Amelie R., Melanie S., Sophie S., Viktoria U., Simon W. und Clara W.


Dr. Rößer
















































































Fotos: Stephan Schimmelpfennig-Könen