Französisch Leistungskurs zu Besuch im Museum Fridericianum

 

Was macht man mit seinem Leistungskurs in der Woche vor den Sommerferien an einem

'Blocktag', den man nur für diesen Kurs zur Verfügung hat? Unter den verschiedenen denkbaren Varianten haben wir uns für eine entschieden, die uns etwas spannender als klassischer Unterricht erschien: wir sind ins Museum gegangen.

 

Zur Zeit läuft im Museum Fridericianum bis zum 11.10.2015 eine Ausstellung mit Werken von Marcel Broodthaers, ein belgischer Künstler, der neben vielen anderen künstlerischen Spielorten auch an der documenta 6, 7 und 10 teilgenomen hat. Nachdem er als Journalist, Künstler und Dichter jahrelang tätig war, wandte Broodhaers sich ab 1964 ganz der bildenden Kunst zu. Aber auch dann spielten Sprache und Poesie weiterhin eine große Rolle in seinem Werk.

Sein künstlerisches Schaffen ist so breit gefächert, dass es sich nicht auf einen gängigen Nenner bringen lässt. Er war sowohl Sammler von Kuriositäten, Verfremder von Sprache als auch Kritiker der kontemporären Kunstszene und noch einiges mehr. Sein Werk und eventuelle Schwerpunkte darin lassen sich am ehesten erspüren beim Anschauen der Auswahl, für die sich die Leitung des Museums Fridericianum entschieden hat.

 

So sind wir am 22. Juli, ein Mittwoch, der uns freien Eintritt ermöglichte, neugierig dort angekommen. Wir wurden nicht ahnungslos auf die Kunst losgelassen, sondern wurden zunächst freundlich empfangen von Frau Gallo, zuständig für Kunstvermittlung im Haus, die uns kompetent und spannend einiges über Leben und Werk von Marcel Broodthaers erzählte, begleitet von interessantem pädagogischen Zusatzmaterial als Kopien für alle Teilnehmer.

 

Anschließend bekamen alle SchülerInnen von mir die Aufgabe, in Ruhe einen Rundgang durch alle Ausstellungsräume zu machen und sich dabei ein Bild auszusuchen, das sie gerne den anderen Kursteilnehmern vorstellen wollten. Das jeweilige Bild sollte fotografiert werden. Im Anschluss daran hatten die Teilnehmer einen französischen Text zu verfassen, der das Bild beschreibt, dann interpretiert und schließlich von ihrem persönlichen Eindruck zum Bild abgeschlossen wird.

 

Der Rundgang hat unterschiedlich lange gedauert, aber diese Zeitunterschiede glichen sich wieder aus beim Schreiben der Texte im angenehm kühlen Foyer des Museums, das uns vor der drückenden Mittagshitze schützte.

 

Die Ergebnisse hätten kaum unterschiedlicher sein können. Allen Teilnehmern waren die gezeigten Werke bekannt durch ihr eigenes Betrachten zuvor. Aber nun wurde ihre subjektive Wahrnehmung durch zum Teil ganz andere Annäherungen an diese Bilder bzw. Objekte in Frage gestellt, kontrastiert oder ergänzt. Ein Beispiel für alle gut gelungenen Texte ist die Interpretation des Bildes 'Miroir de l'Epoque Regency' von Nora Pagel.

 

Diese Aktion hat hoffentlich allen Kursteilnehmern genauso gefallen wie mir als Kurslehrerin. So macht Lernen Spass. Fazit: man sollte viel häufiger außerschulische Orte aufsuchen zum interdisziplinären Vermitteln von Erkenntnis. Eventuell wird Schülern auf diese Weise über eine größere Motivation nicht nur Wissen vermittelt, sondern im besten Fall auch eine Ahnung von Glück.

 

von Renate Schütt-Möller

 

Le Miroir de l’Epoque Regency

 

L’œuvre est un miroir avec un cadre de bois plaqué d’or qui a beaucoup darabesques. En plus il y a un aigle au-dessus du miroir et montrant tout en grand angle la réalité est faussée.



Le miroir est placé très en haut et cela et le grand angle font que le spectateur apparaît très petit et il peut se sentir peu important dans la grande salle. La décoration intensifie cette impression en étant très magnifique et pompeuse. Le spectateur se voit alors dans lexposition entre tous les autres œuvres dart. Comme ça, Marcel Broodthaers communique avec le spectateur en lui faisant voir les choses différemment mais aussi le spectateur devient un élément de l’œuvre.



Peut-être Broodthaers critique lhomme qui se trouve trop important, mais peut-être Broodhaers veut aussi indiquer que lhomme lui-même est aussi de l’art.



Moi personnellement, je trouve l’œuvre très intéressante à cause de la communication indirecte entre lartiste et le spectateur. Jaime bien quon soit intégré dans lart et je trouve lidée très intéressante et philosophique.