Unter dem Motto „Carin Grudda trifft Herder“ fand eine Vernissage zu Werken Carin Gruddas und als Abschluss eines einwöchigen Kunst-Workshops an der Herderschule statt. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Herder-Jazzband „Preachers of Swing“ unter der Leitung von Christine Svenson. Alkoholfreie Cocktails bot die Projektgruppe von Herderschülern um Lehrerin Nicole Schrader, die damit für Spenden zur Sucht-Prävention warben.

Die Künstlerin Carin Grudda arbeitete eine Woche lang an der Herderschule und schuf mit Schülern interessante Kunst-Objekte, die ebenfalls gezeigt wurden.

Gruddas Skulptur „Grosse Frau“ und einige andere Werke sind in diesem Sommer auf dem Herderschulgelände zu bewundern. Anlass für die Ausstellung war die Festwoche zum 60sten Jubiläum der Herderschule, zu der Carin Grudda als ehemalige Herderschülerin (Abitur 1972) mit ihrer Aktion einen sehr engagierten Beitrag leistete.

Carin Grudda ließ die anwesenden Gäste teilhaben an ihrem Werdegang als Künstlerin und erläuterte Entstehen und Bedeutung der ausgestellten Werke. Ihr ehemaliger Kunstlehrer sei verantwortlich dafür, dass sie nicht mit dem Pinsel arbeite, sondern Kaltnadel-Radierungen und Bronze-Skulpturen schaffe, da er ihr geraten habe, keinen Pinsel mehr anzufassen. Ihre Skulptur „Grosse Frau“ sei ein Statement zum 50. Geburtstag gewesen. Sie habe ausdrücken wollen, wie ein kleines Kind sich fühle, wenn es zum großen Berg der Mutter aufblicke, das Lächeln und die Zuwendung der Mutter sollte unten beim Kind ankommen. Die Mutter habe ein „Stadtbein“ (mit Stöckelschuhen) und ein „Landbein“ (mit flachen Schuhen), so wie Grudda die Zweiteilung ihrer Umgebung in das Ländliche ihres Herkunftsortes Gudensberg und das Städtische der Herderschule in Kassel erlebt habe. Diese Zweiteilung habe sich in ihrem weiteren Leben fortgesetzt. Einen Überraschungsgast traf Carin Grudda nach 52 Jahren das erste Mal wieder: ihren ehemaligen Grundschullehrer Ulrich Restat, der ihr ermöglichte, auf das Gymnasium Herderschule zu wechseln und dort das Abitur zu machen.

Zeit zu vergessen ist Glück“ zitierte Carin Grudda abschließend und sie habe in dieser Woche an der Herderschule die Zeit vergessen.

Hier Impressionen der Vernissage: