Unter der Projektleitung von Frau Schrader, Frau Sinning und Frau Stengel fand neben vielen praktischen Einheiten, wie der Zubereitung  alkoholfreier Cocktails, auch ein Austausch mit Heike Walter von der Fachstelle  Schtprävention der Stadt Kassel statt, die als Pädagogin im Bereich „Suchtberatung“  arbeitet.  

Bereits am ersten Tag bekam die Arbeitsgruppe Besuch von Frau Walter, die  den Einstieg in das Thema „Alkoholprävention“ koordinierte. Nachdem die Expertin für  Suchtberatung ihre Person und Tätigkeit umrissen hatte, waren nun die Schüler und  Schülerinnen an der Reihe sich vorzustellen und ihre Hoffnungen und Erwartungen im  Hinblick auf das Projekt zum Ausdruck zu bringen.

Nachdem sich alle  vorgestellt hatten und die wichtigsten Anliegen  besprochen waren, wurde ein Kurzfilm gezeigt, der die Gefahren von Alkohol am Steuer  aufzeigte. Nach einem kurzen Austausch über den Kurzfilm in der Projektgruppe, fand nun  eine praktische Einheit zum Thema Alkohol statt. In einer initiierten Talkshow wurde über  Jugend und Alkohol diskutiert, indem die Schüler und Schülerinnen in unterschiedliche  Rollen schlüpften. Trotz einiger lustiger Momente machte das Rollenspiel die weitreichenden  sozialen und gesellschaftlichen Konsequenzen von Alkoholmissbrauch deutlich. Im  Anschluss an das Rollenspiel klärte Frau Walter dann noch über die gesundheitlichen  Aspekte im Zusammenhang mit dem Thema Alkohol auf, wobei Sie immer wieder auf  berufliche Erfahrungen einging, was den theoretischen Inhalt belebte.  Mit Hilfe sogenannter  „Alkoholbrillen“, die dem Träger das Gefühl vermitteln, er sei alkoholisiert, wurde das  Geschehen nach einem Verkehrsunfall nachgespielt. Durch die Alkoholbrillen konnte das  Verhalten im trunkenen Zustand nüchtern nachvollzogen werden, was interessante,  aber auch  erschreckende Erkenntnisse mit sich brachte.  

Am zweiten Tag unserer Projektwoche haben wir in Kleingruppen zu verschiedenen  Inhaltsfeldern gearbeitet, u.A. “Alkohol und Sexualität” und “Rauschtrinken”.  Anschließend  erstellten wir auf Basis unserer Ergebnisse einen Fragebogen, um möglichst umfassende  Informationen darüber zu erhalten, wie der gesellschaftliche Umgang mit Alkohol und Drogen  ist.  

Die Auswertung der Fragebögen ergab z.T. überraschende Ergebnisse (z.B. dass ca.  ?  der  befragten Studenten öfter Alkohol aufgrund von Leistungsdruck konsumieren). Im zweiten  Block der Veranstaltung haben wir mit Rauschbrillen und Restalkoholbrillen einen Parcour  bestritten. Durch die Brillen wurde die Koordination massiv beeinträchtigt und uns wurde  bewusst, wie eingeschränkt man unter Alkoholeinfluss nur noch reagieren kann.  

Die Einnahmen vom Cocktailverkauf am Donnerstag im Rahmen der Vernissage von Frau  Grudda spenden wir der “Drogenhilfe Nordhessen” für die Arbeit mit Kindern suchtkranker  Eltern.  Am letzten Tag der Projektwoche kam Frau Walter von der “Drogenhilfe Nordhessen”  erneut zu uns, um offene Fragen mit uns zu klären und abschließend das Feld der illegalen  Drogen zu erarbeiten. Zum Abschluss dieses Themenkomplexes  durften wir SchülerInnen  die Auswirkungen von illegalen Drogen an Hand von “Drogenbrillen” am eigenen Leib  erfahren. Rückblickend fanden wir die Woche sehr informativ und sie hat allen Beteiligten darüber hinaus viel  Spaß gemacht!

Text: Marvin Eskuche und alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen