Manche hatten schon vor der Reise große Erwartungen an den russischen Verkehr, der ja durch Youtube sehr bekannt ist.

Schon direkt nach der Ankunft am russischen Flughafen wurde uns bewusst, dass der russische Verkehr sehr chaotisch ist: Vom Flughafen bis zum Hotel (12 km) brauchten wir über zwei Stunden(!). Allein in Moskau gibt es 5,5 Millionen Autos und diese wollten wohl alle zu unserem Hotel.

Am nächsten Tag unternahmen wir eine Stadtrundfahrt durch Moskau, doch kamen wir diesmal gut voran. Auch sahen wir Strassenbewässerungsfahrzeuge, die im Sommer mehrmals am Tag durch die Straßen fahren, um die Luft in der Stadt zu verbessern.

 

Am Nachmittag fuhren wir dann über Landstraßen nach Jaroslawl, zwar nicht schnell, aber stetig, mit erstaunlich wenig Staus.

 

 

Durch die Witterung sind viele Straßen marode. Es gibt Temperaturen von -35°C bis +40°C. Dadurch entstehen Schlaglöcher und die Gullydeckel sinken ein.

 

Uns begeisterten jedoch vor allem die Ampeln, es gab fast immer einen Countdown, um darauf vorzubereiten, dass man wieder fahren darf, und sie blinkten (!) in den letzten 3 Sekunden.

Auch gab es in Jaroslawl sehr günstige E-Busse.

 

Zur russischen Fahrweise ist zu bemerken, dass die Russen sehr aggressiv fahren und dabei keine Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer und Fußgänger nehmen. Sie fahren sehr risikoreich, ihr Motto lautet: Es könnte etwas passieren, aber warum gerade mir? Oder: Wer später bremst, bleibt länger schnell. Trotzdem strahlen sie beim Fahren viel Sicherheit aus. Bis jetzt sind wir ja auch noch alle ans Ziel gekommen.

Das können jedoch nicht alle von sich behaupten, da an vielen Autos Dellen oder auch größere Schäden zu erkennen sind, aber sie funktionieren trotzdem noch.

 

 

Text und Fotos:  Johannes Pfennig, Micha Koch, Johann Stiepe, Jonathan Lötz (alle Q3, Jahrgang 13)