Lady Macbeth friert und Kunstblut muss eingedickt werden.

Premierenklasse im Staatstheater

 

Herderschüler des Kurses Darstellendes Spiel von Frau Schmidt durften einen Blick hinter die Kulissen des Staatstheaters werfen. Als Premierenklasse erhielten 23 Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 11 die Möglichkeit nicht nur gemeinsam die Premiere des Shakespeare-Klassikers Macbeth am 23. Mai 2014 im Staatstheater Kassel zu besuchen, sondern auch am Konzeptions- und Probenprozess des Stückes teilzunehmen. Nach einer ersten Einführung des Theaterpädagogen Marco Faller stellten der Regisseur Markus Dietz und die Bühnenbildnerin Mayke Hegger persönlich ihr Konzept der Inszenierung von Macbeth vor. Nur einen Tag nach den Schauspielern durfte der Kurs so bereits die Skizzen der Kostümentwürfe und das Bühnenmodell bestaunen sowie Herrn Dietz und Frau Hegger, von denen sich die Herderschüler besonders offen und freundlich empfangen fühlten, zu ihrer Inszenierungsidee interviewen.

Anderthalb Wochen vor der Premiere besuchte der Kurs dann eine der Proben im Schauspielhaus Kassel. Hier erlebten die Schülerinnen und Schüler, was es heißt, Ideen auf die Bühne zu bringen. In der besuchten Probe spielten die Schauspieler zum ersten Mal mit Kunstblut auf der Bühne, das aufgrund seiner Rutschigkeit immer wieder verändert werden musste und die Schauspieler vor eine echte Herausforderung stellte. Besonders amüsierte es die Schüler, als die in der Kunstblutlache liegende Schauspielerin Anke Stedingk, kurz vor ihrem Selbstmord als Lady Macbeth, mehrmals laut ausrief: „Oh ist das kalt!“

Ein Gespräch mit dem Regisseur und dem Schauspieler Bernd Hölscher, in der Mittagspause, ermöglichte einen erneuten Einblick in die Schauspielarbeit und das Leben als Schauspieler. Nach so vielen Eindrücken erwartete der Kurs gespannt die Premiere der Inszenierung und wurde nicht enttäuscht. Alle waren begeistert, auch wenn das Stück wie erwartet sehr (kunst-)blutig war. Einige Schüler nutzten auch hier noch einmal die Gelegenheit mit ihren Lieblingsschauspielern persönlich ins Gespräch zu kommen. Abschließend analysierten die Schüler des DS-Kurses die Inszenierung im Unterricht und schrieben als Rückmeldung an das Staatstheater eine Theaterkritik. Ein herzliches Dankeschön an das Staatstheater Kassel, das solch ein spannendes Projekt ermöglicht und an alle Beteiligten, die sich viel Zeit für die Herderschüler genommen haben.