Am Dienstag, dem 1. Juli 2014, begann für uns, die Klasse 11e  von Herrn Werner, das Projekt zur ,,Argumentationskompetenz". Der Kursleiter des Projekts war Julian Kempf, ein wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Schulpädagogik der Uni-Kassel. In acht Unterrichtseinheiten bis zum 4. Juli 2014 lehrte uns Julian Kempf neue und interessante Techniken und Hilfen zum richtigen Argumentieren auf eine sehr freundliche und abwechslungsreiche Art und Weise. Der Schwerpunkt lag vor allem auf der Struktur, dem Aufbau und der Logik sowie den sprachlichen Bestandteilen von Argumenten. Jedoch bekamen wir durch das Projekt auch die Möglichkeit, das Kritisieren und Argumentieren im Alltag zu verbessern.

Das Projekt war gegliedert in drei Kompetenzschwerpunkte:

  • Struktur, Aufbau und Logik von Argumenten
  • Sprachliche Bestandteile von Argumenten
  • Kritisieren und Argumentieren im Alltag

Zu Beginn des Projektes wurden uns Tiernamen zugeordnet, damit jeder anonym blieb. Als erstes mussten wir dann in einem Chat oder einem Textfeld miteinander diskutieren. In einigen Gruppen befanden sich auch Coaches, die die Argumentation mit wertvollen Tipps unterstützten und die Diskussion im Auge behielten. In der ersten Diskussion in den Gruppen ging es um den Konflikt zwischen zwei Schüler(inne)n, ob eine Abschlussparty durch das in der Klassenkasse vorhandene Geld finanziert werden sollte. Parallel dazu konnten wir uns aber auch an einem Gruppenchat beteiligen. Nach dieser ersten Diskussion folgte ein Fragebogen, durch den unser Wissen zum Thema „Argumentationen“ ermittelt werden sollte. Im weiteren Verlauf des Projekts lernten wir nach und nach neue Argumentationstechniken und konnten diese in kleineren Gruppen zur Übung anwenden. Dabei sollten wir auch eigene Argumente analysieren, bearbeiten und verbessern. In den letzten Unterrichtseinheiten wurde innerhalb der Gruppen diskutiert, ob einem Freund die ausgeliehene Kamera, die im Regen kaputt gegangen ist, bezahlt werden soll oder nicht. Anschließend folgte ein weiterer Fragebogen, der ähnlich war wie der erste. Damit will Herr Kempf ermitteln, ob sich unsere Fähigkeiten beim Argumentieren verbessert haben.

Die Chats an den Computern haben die „Arbeit“ um einiges attraktiver gemacht und viele haben auch nach Ablauf der Zeit noch fleißig weiter diskutiert. Auch die theoretischen Teile, die sonst schnell trocken und eher langweilig werden, wurden von Herr Kempf mit lustigen Videos ausgeschmückt, welche wir im Nachhinein zur eigenen Analyse und Erarbeitung des Themas nutzen konnten. Ein weiterer positiver Punkt ist, dass die Atmosphäre immer sehr locker war. Dadurch blieben wir stets motiviert, die neu erlernten Strategien gleich in der folgenden Diskussion auszuprobieren.

Neben einigen neuen Eindrücken zum Thema „Argumentationskompetenz“ haben wir vor allem gute Tipps erhalten, die uns in Zukunft sicherlich gut weiterhelfen werden.

Die Klasse freut sich, an diesem Seminar teilgenommen zu haben und kann es auch für andere nur empfehlen.

 

Lisa Kieling, Çagla Sahin, Selina Festing