Auch in diesem Jahr nahm eine Herderschul-Schachmannschaft an den Hessischen Pokalmeisterschaften am Donnerstag, den 10.Oktober in Bad Hersfeld teil. Im Vorfeld war schon klar, dass gegenüber dem letzten Jahr alles ganz anders werden würde. Während im Jahr 2012 vier starke Vereinsspieler nach Bad Hersfeld fuhren und dort den Hessischen Schulschach-Pokal 2012 gewannen (zwar mit ein wenig Glück in entscheidenden Spielen, aber trotzdem zum Schluss mit ausreichendem Vorsprung), musste diesmal auf die vier Spieler Joschi Stapernack, Georgios Tsompanidis, Danny Schneider und Vladiclav Peshkow verzichtet werden, da diese mit dem gesamte Jahrgang 13 auf Studienfahrt sich befanden.

Somit rekrutierte sich diesmal die Herderschul-Schachmannschaft 2013 fast ausschließlich aus Amateuren, nur die am Brett Nr. 1 spielende Stefanie Schneider hatte bisher Turniererfahrung aufzuweisen. Doch auch die Turnier-Neulinge Leonie Schadt, Demijan Kalkisim, Christina Lotz und Pia Bischoff hatten sich schnell in den Turnierbetrieb eingelebt und erlebten spannende Momente.

Eine solche Hessische Pokalmeisterschaft ist schon ein beträchtliches Großereignis – über 100 Mannschaften, über 400 Spieler und viele dutzende Betreuer, Wertungsrichter und Schaulustige bevölkern die riesige Wettkampfhalle – da braucht es schon etwas Zeit, bis man nach jeder Runde die neuen Tische und den neuen Wettkampfgegner findet. Aufgrund des Alters (Unsere Spieler sind aus den Jahrgängen 11 und 12.) starteten wir in der offenen Wettkampfklasse. Diese spielte zusammen mit der Wettkampfklasse II, wobei diese zusammengelegte Klasse aus 13 Mannschaften bestand. Gespielt wurden sieben Runden Schweizer System. Wie schon erwähnt bestand unsere Herderschul-Mannschaft nicht aus Profis und so mussten wir schon in so einigen Spielen Federn lassen. Trotzdem gelang auch ein Sieg gegen die Jakob-Grimm-Schule aus Rotenburg; auch konnten die an den Brettern Nr.1 und Nr.2 spielenden Stefanie Schneider und Leonie Schadt beträchtliche Einzelsiege erringen.

Zum Schluss reichte es zwar nicht zu einem Pokal aber immerhin zum fünften Platz in der Wettkampfgruppe O („der offenen Wertungsklasse“), die ja die höchste Wettkampfklasse im Pokalturnier darstellte. Alle fünf Herderschul-Schachspieler hatten einen aufregenden Tag hinter sich, und da sie von morgens 9.00h bis abends 19.00h unterwegs waren, wohl auch in der Lage eine Menge Neuigkeiten des Tages zu Hause zu erzählen.

Übrigens, auch Amateure können kombinieren. In der folgenden Stellung legte eine unserer Schachspielerinnen eine Falle, auf die ihr Gegner prompt hineinfiel:

 Weiß: Kf1, Ta1, Le2, Sc3, Ba2, b2, c2, d4, f2, h2

 Schwarz: Ke8, Df4, Ta8, Th8, Lf8, Lh1, Sb8, Sg6, Ba7, b7, c7, d5, f7, g7, h7 (10 : 15)

 Weiß zog Ta1-e1. Nach dem Damenzug Df4xd4 setzte Leonie Schadt in zwei Zügen matt:

 1.) Le2-b5 + - Ke8-d8 und 2.) Te1-e8 # und Weiß hatte mit diesem Mattzug gewonnen.