Schüleraustausch mit Jaroslawl

Tische sind in Gruppen zusammengestellt, das Büffet ist aufgebaut, die Stimmung fröhlich, harmonisch, und familiär. Im Hintergrund unterhalten sich russische Jugendliche in ihrer Sprache.

Es ist der Abschlussabend des Schüleraustausches mit der Puschkin-Schule in Kassels Partnerstadt Jaroslawl. Vom 11.- 21. September haben wieder Herderschüler und deren Familien an diesem Schüleraustausch teilgenommen und russische Schüler aufgenommen. Am 12.09. wurden sie dann in der Herderschule empfangen. Es wurde eine Rede gehalten, der Chor begrüßte sie mit einigen Liedern und anschließend konnten sie an einer Führung durch die Schule teilnehmen.

In den darauf folgenden Tagen erhielten sie unter anderem einen kurzen Einblick in den deutschen Unterricht, besuchten den Offenen Kanal, den Bergpark, waren am Edersee und sahen die Staumauer und das Schloss Waldeck, waren im Druckhaus der HNA und im VW-Werk. Zwischendurch arbeiteten sie an Projekten für den Abschlussabend.

Nun ist es soweit, es ist kurz nach 17:00 Uhr und das Programm des Abschlussabends beginnt. Alle sitzen nun gemütlich zusammen und hören Herrn Wickert zu, der den Abend mit einer Rede einleitet. Er begrüßt unter anderem Frau Selbert und Herrn Noll und sagt, dass es ohne sie diesen Austausch nicht gegeben hätte. Später erzählt Frau Selbert, dass sie mit Herrn Noll die ersten Kasseler in Jaroslawl waren. Sie hätten Jaroslawl sehr schön gefunden und seien auch mehrmals da gewesen. Außerdem seien Freundschaften entstanden. Durch ihre damalige Freundschaft mit dem Bürgermeister hätte sie beim Schüleraustausch mit der Partnerstadt Kassels etwas ausrichten können. Heute ist es ihr und Herrn Noll zu verdanken, dass dieser Austausch möglich ist.

Herr Wickert gibt das Wort weiter an die russischen Schüler und Schülerinnen. Den Anfang der erarbeiteten Präsentationen machen Daria und Olga. Sie präsentieren, was sie in Kassel alles erlebt haben. Danach wird ein von Vassilissa und Iya in siebenstündiger Arbeit hergestellter Film über die Natur in der Umgebung Kassels, und Kassler Sehenswürdigkeiten gezeigt. Für diesen Film haben sie außerdem Interviews auf dem Königsplatz geführt und Passanten einige Fragen über die Stadt Kassel gestellt, wie beispielsweise, ob Kassel eine junge Stadt sei.

Nach einer kurzen Pause mit Kaffee, Kuchen, Spießchen und mehr führen drei russische Schüler ihre in Kassel einstudierten Lieder auf. Sie begleiten sich anfangs mit Klavier und Schlagzeug, später wird das Schlagzeug durch eine Gitarre ersetzt.

Zum Schluss zeigen die russischen Gäste einen Film aus Jaroslawl als „Gruß aus Jaroslawl“, und betonen nochmals , wies schön es in Kassel gewesen sei und dass sie sich schon auf den Gegenbesuch aus Kassel freuen. Mit dem gegenseitigen Überreichen von Geschenken und einer Abschlussrede geht der gelungene Abend zu Ende und die Austauschpartner müssen sich am nächsten Tag voneinander verabschieden.

von Daniela Baumann

   Herr Sauer begrüßt die Gäste

 

   2 Vertreter der Gäste

 

   Einige der Gäste

 

   Die Gäste beim musikalischen Vortrag

 

   Die Leiterin der Gruppe Olga Tikhonova

 

   Herr Noll, einer der Initiatoren des Austausches

 

   Frau Selbert, eine weitere Initiatorin des Austausches

 

   Die Gäste auf der Rathaustreppe

 

   Beim Hessischen Rundfunk

 

   In einem Studio des HR

 

   Gruppenfoto beim HR

 

   Bei der HNA

 

   Im Papierlager der HNA

 

   Beim HNA-online Radio

 

   In der HNA-Kantine

 

   Frisch aus der Presse...

 

   Musikalische Darbietung auf dem Abschlussabend

 

   Poster zu den Eindrücken in Kassel

 

   Präsentation der Eindrücke auf dem Abschlussabend

 

 Maria Hein sprach mit Herderschülern und deren Gästen aus Jaroslawl während des Abschiedsabends:

Wir haben uns wirklich gut verstanden!“, bekundet Manuella Schlosser, Schülerin der Herderschule Kassel, deren Austauschschülerin Olga Zhemchugova aus Jaroslawl kommt.

Laut Manuella, will Olga gar nicht nach Hause fahren, da es ihr in Deutschland so sehr gefällt.

Ich bin sehr gerne hier in Deutschland!“, erklärt Vassilissa Serova, die schon zum zweiten Mal in Kassel ist und sich sehr stark für die Abschiedsfeier engagierte, da sie den Film, der auf der Feier vorgestellt wurde, erstellt hat und sich auch musikalisch beteiligte, indem sie Klavier spielte und sang.

Am meisten fasziniert mich die Natur in Deutschland, vor allem hier in Nordhessen ist es sehr schön!“, sagt sie und fügt hinzu, dass Jaroslawl nicht solche schönen See und Wälder habe. Speziell an Kassel gefällt Vassilissa die Architektur: „Die Kirchen, der Herkules und die verschiedensten Baudenkmäler aus der Zeit der Romanik, Gotik und mehr sind wirklich schön!“

von Maria Hein