Der Biologieleistungskurs von Frau Dr. Bette sah sich die beiden Ausstellungen „Monster“ und „Erdgeschichte in Nordhessen“ im Naturkundemuseum Kassel an. Hier der Bericht dazu:

Zuallererst ging es in die Monsterausstellung im Erdgeschoss. Dort wurde über Mythen wie Nessie, Zyklopen, Einhörner, Bigfoot und Drachen gesprochen. Für jedes der sogenannten „Monster“ gibt es eine logische Erklärung. Mit Zyklopen, Einhörnern und Drachen fing die Ausstellung an. Vor langer Zeit glaubte man an all diese Kreaturen. Ein Beweis für Einhörner waren zur damaligen Zeit lange Hörner, die man gefunden hat, doch wie wir heute wissen, waren solche Hörner nicht vom Einhorn sondern vom Narwal, um genau zu sein war es der Schneidezahn dieses Wals. Ein solcher Schneidezahn des Narwals konnte in einer Vitrine betrachtet werden. Auch an Zyklopen glaubte man, da man ein Schädelskelett gefunden hatte, dieses stammte allerdings von einem Elefanten. Außerdem gab es früher auch einen weit verbreiteten Glauben an Drachen, da Bauern beim Pflügen ihrer Felder immer wieder auf bedrohlich aussehende Schädel gestoßen waren. Allerdings kann man mit dem heutigen Wissen sagen, dass ein Feuer speiender Drache nicht möglich sein konnte, da er sich damit selbst verbrannt hätte.

Weiter zu Nessie, dem allbekannten Monster von Loch Ness: Im Museum konnte man ein sehr beeindruckendes großes Modell von Nessie betrachten. Die Bewohner rund um Loch Ness haben lange Zeit an die Existenz des Monsters geglaubt und es wurde eine hohe Belohnung auf das Ergreifen von Nessie ausgesetzt. Es gibt auch ein angebliches Beweisfoto von Nessie: ein Arzt hatte eine Attrappe aus Gips (Teil des Schwanzes) gebaut, diese auf dem Wasser schwimmen lassen und dann selbst ein Bild davon gemacht. Heute ist klar, dass es Nessie nie gegeben haben kann, da es ein Dinosaurier sein müsste. Diese haben aber zuletzt vor 65 Millionen Jahren gelebt und der See Loch Ness ist erst in der letzten Eiszeit entstanden, also ca. vor 10 000 Jahren. Ein weiteres Phänomen, welches auch jeder kennt, und an das manche heutzutage noch glauben, ist Bigfoot. Auch für diesen gab es Beweise, die sich aber im nach hinein als falsch erwiesen haben. Zum einen gab es jemanden, der Fußabdrücke aus Gips angefertigt hatte und behauptete, es wären Fußspuren von Bigfoot. Noch dazu hatte dieselbe Person eine Fellprobe abgegeben, die allerdings von einem Bison stammte. Zwei andere Personen täuschten noch etwas aufwendiger. Sie stellten ein Kostüm her, welches echt wirkte, und froren dieses ein, damit es noch echter aussah. Doch auch diese Fälschung wurde entlarvt.
Es ging weiter zu alten Schifffahrtskarten und den Seeschlagen. Auch diese Monster waren nicht real. Man geht davon aus, dass Alkohol bei diesen Geschichten damals eine große Rolle spielte. Nach all diesen irrealen Kreaturen, dann aber solche, die wirklich Realität waren oder sind, wie zum Beispiel die Zwergmenschen, Riemenfische und die Kalmare. Die Zwergmenschen waren Realität, sind es aber heute nicht mehr. Sie waren eine evolutionäre Anpassungserscheinung, da es zu wenig Nahrung gab und sich die Menschen vor Jägern verstecken mussten.
Die komplette Ausstellung wurde von beeindruckenden kleinen Filmen, Abbildungen und Modellen begleitet. Ein besonders großes war das des Riemenfisches. Der ist der längste Fisch der Welt und Realität. Außerdem konnte man auch einen Kalmar sehen, auch „Tiefseeanglerfisch“ genannt, den es auch wirklich gibt. Dieser trägt eine „Lampe“ vor seinem Kopf, welche durch Licht produzierende Bakterien leuchtet.
Im ersten Obergeschoss konnten wir uns mit der Erdgeschichte in Nordhessen beschäftigen. Wir erfuhren, dass Kassel ursprünglich einmal eine Wüste war, aber auch dass in der Nähe ein Meer vorhanden war. In Kassel wird heutzutage für industrielle Zwecke Sandstein abgebaut. Ab und an findet man da auch noch Sedimente mit Fußspuren von bestimmten Tieren, wie z.B. von verschiedenen Dinosauriern oder Sauriern. Zwar sind die Dinosaurier eigentlich ausgestorben, es gibt aber heute noch Saurier. Es besteht ein gewisser Unterschied zwischen „Dinosauriern“ und „Sauriern“, denn die Beine des Dinosauriers sitzen unterhalb des Körpers, während sich die Beine der Saurier seitlich am Körper befinden. Ein Beispiel für ein heute noch lebende Saurier sind die Bartagamen, die wir live im Museum sahen.
Auch in dieser Ausstellung konnte man wieder Modelle und Skelette bestaunen, wie z.B. das Skelett eines Dinosauriers und seines Jungen. Die Modelle wurden anhand von Fußabdrücken geschaffen, wobei man natürlich nie weiß, ob es den Dinosaurier genau in dieser Farbe und Form gab.

Danach beschäftigten wir uns mit den Mammuts, die nie gejagt wurden, da dies mit den damaligen Waffen auch gar nicht möglich war.
Der Nutzen von Feuerstein und Katzengold beim steinzeitlichen Feuermachen wurde uns mit einem kleinen Experiment demonstriert:
Schlägt man diese Materialien aneinander, entsteht Funkenflug. Dieser wird verstärkt, wenn man dasselbe mit einem Stück Eisen und dem Feuerstein wiederholt. Zur Begeisterung aller durften wir das Experiment dann auch eigenhändig durchführen. In einer Höhle gab es verschiedene Steinzeit-Werkzeuge zu sehen. Die Führung endete mit der Einkleidung eines Schülers unserer Gruppe als Steinzeitmenschen.

von Janina Hill