Gute Stimmung trotz trüben Wetters zum jährlich traditionell am zweiten Samstag im September stattfindenden Ehemaligentreffen der Herderschule

Dieses Ereignis ist jedes Jahr ein festes „Date“ für ehemalige Schüler und Lehrer. Hier trifft man sich regelmäßig - oder nach Jahren      wieder -, um bei Kaffee, Kuchen, Bier und Bratwurst Schulerinnerungen neu aufzufrischen, alte Kontakte zu pflegen oder wieder zu beleben. Die Veranstaltung ist Anlass und Ort von Abituriententreffen jeglicher Art: informell, organisiert (über Facebook, E-Mail, Post oder Telefon) oder offiziell aus Anlass des 25-jährigen Abiturs. Selbst “Frischlinge“ des diesjährigen Abitur-Jahrgangs kamen, um Mitschüler und Lehrer zu treffen und die Schule ohne Prüfungsstress zu erleben.

In der neuen Mensa wurden  die Abiturienten des Jahrgangs 1988 von Schulleiter Martin Sauer und dem stellvertretenden Schulleiter Dr. Johannes Werner  zur Feier ihres 25-jährigen Abiturs begrüßt.
Herr Sauer erinnerte an die Abiturentlassungsfeier  vom 25. Juni 1988 im Bürgerhaus Lohfelden: Musik von Mozart und Vivaldi mit Herrn Menzel und Swing mit Herrn Kleist. Am Vorabend der Zeugnisübergabe organisierten die damaligen Abiturienten eine Riverboat-Schuffle auf der Fulda. Besonders habe die Gäste damals die Idee erheitert, beliebte Lehrer mit „Nollis“ auszuzeichnen , benannt nach dem damaligen Schulleiter Joachim Noll.

Als besondere Ereignisse und Bedingungen während der Schulzeit dieses Jahrgangs hob Sauer die damals noch bestehende Teilung Deutschlands in BRD und DDR, sowie das Atomunglück in Tschernobyl 1986 und die spontanen Äußerungen der Empörung darüber auf dem Schulhof der Herderschule hervor.

Die Herderschule habe sich seit 1988 vielfach verändert: der neue Anbau vergrößert die Schule, die erneuert und schöner geworden ist. In der Nachbarschaft ist statt des Messeplatzes, der früher hauptsächlich als riesiger Parkplatz genutzt wurde, das Wohnviertel der Unterneustadt entstanden, so dass die Herderschule jetzt mitten im Stadtteil platziert ist. Aber auch strukturell hat sich einiges verändert:  Der Schulverbund umfasst jetzt neun statt früher drei Schulen und der Wechsel der Schulträgerschaft von der Stadt Kassel zum Landkreis hat sich als Segen für die Schule herausgestellt. Der Landkreis hat bereits acht Millionen Euro in die Sanierung und Erweiterung investiert, die allerdings noch nicht abgeschlossen ist, vor allem die Sporthalle ist noch stark sanierungsbedürftig.

Im Anschluss an die Feier waren die anwesenden Ehemaligen zu einer Führung durch die Schule eingeladen.

Von den damaligen Tutoren waren anwesend: Herr Dippel, Herr Holl, Herr Henkel,  Herr Knauf, Herr Schlosshauer, Herr Suppé, Herr Werner, Frau Wilk ließ von der Alexander-von-Humboldt-Schule in Lima/Peru herzliche Grüße bestellen.


Freundliche Erwartung und Spannung begleitete das Aufrufen der Namen der ehemaligen Prüflinge, denen die 25 Jahre alten Abiturarbeiten (zur Ansicht) ausgehändigt wurden.

Begleitet wurde die Aktion von lachendem Wiedererkennen („Ach, das ist...“, „Den hätte ich nicht erkannt..“, …kenn ich vom Namen her…“, „Wenn du den nicht kennst…“, „ … seit 25 Jahren nicht gesehen…“, „Jetzt weiß ich’s wieder, in den nächsten 25 Jahren auch.“)  lautem und leisem Winken und Kichern.
Über die Bewertung der alten Prüfungsarbeiten, Sinn und Unsinn der Korrekturen und Lehrerkommentare wurde durchaus noch diskutiert, auch mit anwesenden ehemaligen Lehrern. Aber, so Sauer, auch wenn die damaligen Prüfer anwesend seien, Noten könnten nicht mehr verändert oder „nach“-verhandelt werden.

Prägend so die Meinung der Ehemaligen in anschließenden Gesprächen sei der liberale Geist an der Herderschule gewesen. Und man habe das Bewusstsein mitgenommen, dass es sich lohne, seine Meinung und seine Interessen zu vertreten


 Ein herzlicher Dank geht an den Förderverein der Herderschule, der diese Treffen jedes Jahr maßgeblich organisiert, namentlich an Frau Erika Ebert, die in mühevoller Detailarbeit Adressen der ehemaligen Abiturienten von 1988 recherchiert hat.
Wir danken allen Ehemaligen für ihr Interesse an unserer Schule und die vielen anregenden Gespräche, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben. Und wir hoffen auf ein Wiedersehen mit Ehemaligen der Herderschule am 13. September 2014.