Liebe Mitglieder der Schulgemeinschaft,

liebe Freunde der Herderschule,

gestern Abend war Premiere der Theater-AG der Herderschule. „Blaubart“ und die Frauen begeisterten auf ganzer Linie. Eine beeindruckende Inszenierung, leidenschaftliches Spiel der zehn Schauspieler/innen, ja sogar die tolle Ton- und Lichttechnik machten die Aufführung zu einem Ereignis, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Und im Mittelpunkt: Morde, Schuhe und das ganze Spektrum menschlicher Emotionen.

Thomas Bürger und die Theater-AG haben wieder etwas Besonderes erarbeitet. Seien Sie herzlich eingeladen (und laden Sie gerne auch andere ein, indem Sie diese Mail weiterleiten).

Es gibt noch Karten für die Aufführungen am: 19.06., 23.06., 24.06. und 26.06. (jeweils 19.30 Uhr im Musiksaal).

Herzliche Grüße

Stefan Alsenz
Schulleiter

Weiß und schwarz, Menschen die davon träumen, anders zu sein oder so geliebt zu werden, wie sie sind. Am Donnerstagabend, den 6. Juni 2019, präsentierten die beiden Grundkurse Darstellendes Spiel des Jahrgangs 12 der Herderschule mit insgesamt 48 Schülern zwei selbst entwickelte Stücke vor vollem Zuschauerraum. „Sein! oder Nichts sein!“ fragte sich zunächst der Grundkurs von Frau Hempelmann und setzte das Thema Mobbing theatral in Szene. Mit chorischen Elementen und starken Bildern machen die Schüler deutlich, dass es wichtig ist, sich von seinen Ängsten und den Erwartungen anderer zu befreien. Während Taschenlampen schemenhaft Gesichter beleuchten und Glitzerkonfettiraketen gezündet werden, verkörpern die Schüler überzeugend Rollen des Andersseins und ihren inneren Kampf, der daraus resultiert.

Als zweites Stück des Abends präsentierte der Grundkurs von Frau Schmidt das Stück „Circadian“, entwickelt in einem Theater-Labor zur Fragestellung: Wohin verschwinden Träume, wenn wir wach sind? Mit schlichtem Bühnenbild und vielen Regieeinfällen zum Detail sieht der Zuschauer Wünsche, die im Traum Wirklichkeit werden sowie Menschen, deren Gesichter wir nicht erkennen können. Man sieht Träume, die uns wie eine Vorhersehung in die Wachphase des Lebens verfolgen. Zwischen Lachen, sich Wundern und Gruseln, darf sich das Publikum selbst interviewen lassen, den Spielern den Puls fühlen oder Teil einer Traumreise werden. Umrahmt wird die Szenencollage von Angelina Hertel, die als suchende Schwester z. T. blind ein norwegisches Schlaflied auf dem E-Piano neu interpretiert und singt. Wenn am Ende die Schüler in einem Video über ihre persönlichen Gedanken sprechen, wird deutlich, dass Träume eben doch nicht einfach verschwinden.

Text: WP
Fotos: AZ

Ewige Musik empfangen wir von solchen, die heimgegangen, ihr Geleit verlässt uns nie.

Hans Carossa

 

Mit Traurigkeit haben wir vom Tod unseres ehemaligen Kollegen Herbert Menzel erfahren.

Herr Menzel gehört mit Herrn Dr. Klitscher zu den Gründern der Herderschule, der über drei Jahrzehnte die Schule mit entwickelt und gestaltet hat.

Von 1956 bis 1990 unterrichtete er die Fächer Mathematik und Musik und baute die Schulmusik und das Leistungsfach Musik an der Schule auf.

Am Studienseminar bildete er viele Jahre junge Musiklehrer als Fachleiter aus.

2014 begrüßte er in der Schule beim Ehemaligentreffen die ersten 50jährigen Abiturienten, die er noch unterrichtet hatte. Bis zum vergangenen Jahr war er steter ganz beim Ehemaligentag. Die Jubiläumsjahrgänge waren über Jahrzehnte mit ihm verbunden.

Seine Kinder besuchten die Herderschule und wirkten noch später bei Schulkonzerten mit und sind heute als Musiker und Musikpädagogen prägend für viele jungen Musiker in Kassel und Frankfurt und weit darüber hinaus.

Herbert Menzels Tod ist ein großer Verlust für die Schulgemeinschaft der Herderschule.

Wir gedenken seines Wirkens in großer Dankbarkeit und fühlen mit der Familie und den Freunden des Verstorbenen.